Stress trübt die Wahrnehmung - doch es gibt auch gute Nachrichten

Gefahren zu erkennen ist eine wichtige Funktion des menschlichen Gehirns. Der "Flight or Fight" Mechanismus (Flucht oder Angriff) schützt uns vor bedrohlichen Situationen. Doch wenn aktueller Stress mit alten Erinnerungen gekoppelt wird, neigen wir zu Fehleinschätzungen. Nun gibt es trotzdem gute Neuigkeiten.

 Photo by cosmin4000/iStock / Getty Images  ZUM THEMA NEOPLASTIZITÄT DES GEHRINS 

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ZUM THEMA NEOPLASTIZITÄT DES GEHRINS 

Chronischer Stress zerstört bekanntlich Nervenzellen im Limbischen System, einer Funktionseinheit des Gehirns, die unter anderem der Verarbeitung von Emotionen dient. Die gute Nachricht: Neue Studien zeigen die Erholungsfähigkeit von Gehirnstrukturen und zwar nicht nur im Hippocampus, sondern auch in der sogenannten Amygdala (Mandelkern), beides Teile des Limbischen Systems, die an unserem Stressempfinden massgeblich beteiligt sind.

Wie die Universität von Queensland im August dieses Jahres berichtete, konnte zum ersten Mal belegt werden, dass in der Amygdala von Erwachsenen neue Gehirnzellen produziert werden. Der Mandelkern gilt als Hauptakteur im Stresserleben. Hier geht es zur Studie.

Studien der Dell Medical School der Universität Texas beleuchteten zudem die Verallgemeinerung von angstauslösenden Situationen. Zum Beispiel bei der posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD), von der jährlich etwa 8 Millionen Menschen betroffen sind. Betroffene neigen tendenziell dazu, harmlose Situationen als bedrohlich einzuschätzen. Ähnliches erleben wir bei chronischer Stressbelastung. Die Studie erklärt, warum diese Symptome oft durch akute Stresssituationen erneut ausgelöst werden. Somit kann in Zukunft besser auf die Prävention von chronischem Stress und Behandlungsmethoden eingegangen werden. Näheres zu dieser Studie erfahren Sie hier.

Eine wirksame Methode, den Stress im Körper rasch abzubauen und die schädlichen Stresshormone zu reduzieren, ist die Herzkohärenz-Übung. Dazu gibt es Anleitungen, Apps, Sensoren und persönliche Coachings, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt sind. Wir empfehlen die Bio-Feedback Methoden von HeartMath

Es ist wohl eine der erhebendsten Erkenntnisse der Stressforschung, dass die Neoplatizität unseres Gehirns, dank der Fähigkeit unserer Amygdala zur Regeneration, für die Bewältigung von stressreichen Situationen genutzt werden kann. Wenn Sie schon heute präventiv etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, erfahren Sie in einem Stressmanagement Coaching, was Sie persönlich dazu brauchen. Kontaktieren Sie uns gerne.