Unfreundliche Emails im Job - braucht es einen Verhaltenskodex?

Photo by grinvalds/iStock / Getty Images
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Im Gegensatz zur persönlichen Kommunikation geben Emails keine deutlichen Hinweise auf die beabsichtigte soziale Botschaft des Senders. Oft steigt dadurch der Stresspegel des Empfängers unnötig und langfristig an.

Stimmausdruck und Körpergesten können eindeutiger in einen Kontext eingeordnet werden, denn sie sind wichtige Elemente der menschlichen Kommunikation. Fehlen diese, wird der Raum für unbeabsichtigte Interpretationen und Missverständnisse grösser.

Als besonders stressend empfinden Menschen am Arbeitsplatz unhöfliche, negative oder unüberlegt versandte Nachrichten. Eine Studie der University of Illinois konnte sogar aufzeigen, dass sich diese Belastung, welche im Job entstanden ist, auch auf das familiäre Umfeld negativ auswirken kann. Genaueres dazu lesen Sie hier.

Doch wie soll diesem Phänomen begegnet werden? Frau Y. Park, Professorin für Arbeits- und Anstellungsverhältnisse, sagt dazu Folgendes: "Wir wissen, dass Emails sehr zeitsparend sind, jedoch resultiert daraus oft ungesundes Verhalten." Sie schlägt vor: "Wenn Emails unsere hauptsächliche Kommunikationsmethode ist, dann sollte es zumindest einen Verhaltenskodex in den Unternehmen geben". Regeln und Vorgaben also, an die sich die Belegschaft inklusive Chef zu halten hat und welche die Kultur mitprägen. Auch Vorgesetzte, welche ihren Mitarbeitenden Rückendeckung geben im Umgang mit harschen Emails von Kunden, wirken entlastend.

Das Timing kann ebenso wichtig sein. Fühlt man sich durch eine Nachricht besonders getroffen und ist verärgert oder gereizt, sollte man sich eine "Abkühlzeit" nehmen. Bestenfalls antwortet man erst nach ein paar Stunden, wenn der Rauch schon etwas verflogen ist oder nach einer kurzen Kaffeepause. Bei erneutem Durchlesen stellt man fest, dass die Nachricht Raum für Interpretationen lässt und man nicht immer gesichert weiss, wie die Botschaft gemeint ist.

Unser Tipp: Nehmen Sie ruhig mal das Telefon zur Hand und klären Sie die Sache direkt. Das spart oft Zeit und Nerven!

Auch in hektischen Zeiten einen kühlen Kopf (und ein ruhiges Herz) zu behalten, ist nicht immer einfach. Längerfristig lohnt sich dies aus gesundheitlicher Sicht jedoch schon. Es existieren zahlreiche Entschleunigungstechniken dazu. Wir empfehlen die Herzkohärenzübung von HeartMath (gibt es auch als App s. Bio-Feedback) oder andere Atemtechniken. Da der Herzschlag mit der Atemfrequenz gekoppelt ist und dieser wiederum Einfluss auf unser Nervensystem nimmt, können wir anschliessend gelassener reagieren.

 

Stress und Veränderungen am Arbeitsplatz - helfen flexible Arbeitsformen?

Das moderne Arbeitsumfeld scheint dem Phänomen Stress weiter Auftrieb zu verleihen - insbesondere jüngere Arbeitnehmende sind stärker betroffen. Deutlich wird die Zunahme der Belastungen in Zeiten organisationaler Veränderungen. Und die sogenannt zeitgemässen Arbeitsformen wie Home Office usw. sind auch nicht per se stressabbauend und somit gesundheitsfördernd. Es ist eben mal alles wieder eine individuelle Angelegenheit.

Der Schweizer Job Stress Index, der von der Gesundheitsförderung Schweiz erhoben wird, zeigt beispielsweise, dass jeder vierte Erwerbstätige im Job gestresst oder gar erschöpft ist. Konkret heisst das, dass 25% der arbeitenden Schweizer Bevölkerung über weniger Ressourcen als Belastungen am Arbeitsplatz verfügen. Ein ökonomisches Potential von 5.7 Mrd. Schweizer Franken. Gerade junge Arbeitnehmende sind öfter gestresst oder erschöpft. Details zu den Fakten finden Sie hier.

Change Prozesse sind ebenfalls besonders belastend. Arbeitsplatzunsicherheit erhöht das Stressempfinden markant. Roy Smollan vom Department of Management der Auckland University of Technology sagt: "Mitarbeitende haben unterschiedliche Bewältigungsstrategien, um mit Unternehmensveränderungen umzugehen, aber nicht alle Mitarbeiten schaffen dies gut ". Als besonders belastend werden Ambivalenzen, schlechte oder gar keine Kommunikation wahrgenommen. Der Führungskraft kommt auch hier wieder einmal eine wichtige Rolle zu. Sie muss antizipieren, wann organtisationale Veränderungen Stress verursachen und wer am meisten betroffen sein könnte. Wertschätzende Unterstützung durch Vorgesetzte ist eine der wichtigen Ressource im Umgang mit anstehenden Transformationen. Hier geht es zum Artikel von Dr. Roy Smollan. Zum selben Schluss kommt übrigens auch wieder die Job Stress Analyse der Gesundheitsförderung Schweiz. 

Pendeln zwischen verschiedenen Arbeitsformen. IBM hat im letzten Jahr verlauten lassen, dass nun die Abkehr vom Home Office bevorstehe und bläst damit ins selbe Horn wie 2013 schon Yahoo. Doch die Nachfrage von Arbeitnehmenden nach flexiblen Arbeitsformen ist nach wie vor ungebrochen. Könnte es sein, dass für jüngere Arbeitnehmende neben Erwartungs- und Leistungsanspruch auf der einen und weniger Arbeits- und Lebenserfahrung auf der anderen Seite ein flexibles Arbeitszeit- und Arbeitsortmodell hilfreich wäre? In einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation IAO erwiesen sich Heimarbeiter zwar als besonders produktiv, zuviel Homeoffice allerdings mache die Menschen einsam und unzufrieden, warnen die Forscher. Sie empfehlen eine Mischung aus Heimarbeit und Tagen mit Kontakten im Büro. Hierzu weitere Fakten.

Glücklich also, wer jeweils eine individuelle Lösung mit seinem Arbeitgeber aushandeln kann und mit seinen Anliegen auf offene Ohren trifft!

Wenn auch Sie sich Gedanken zu Arbeitsformen und Lebensbalance machen, stehen wir Ihnen gerne als Sparringpartner zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stress trübt die Wahrnehmung - doch es gibt auch gute Nachrichten

Gefahren zu erkennen ist eine wichtige Funktion des menschlichen Gehirns. Der "Flight or Fight" Mechanismus (Flucht oder Angriff) schützt uns vor bedrohlichen Situationen. Doch wenn aktueller Stress mit alten Erinnerungen gekoppelt wird, neigen wir zu Fehleinschätzungen. Nun gibt es trotzdem gute Neuigkeiten.

 Photo by cosmin4000/iStock / Getty Images  ZUM THEMA NEOPLASTIZITÄT DES GEHRINS 

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ZUM THEMA NEOPLASTIZITÄT DES GEHRINS 

Chronischer Stress zerstört bekanntlich Nervenzellen im Limbischen System, einer Funktionseinheit des Gehirns, die unter anderem der Verarbeitung von Emotionen dient. Die gute Nachricht: Neue Studien zeigen die Erholungsfähigkeit von Gehirnstrukturen und zwar nicht nur im Hippocampus, sondern auch in der sogenannten Amygdala (Mandelkern), beides Teile des Limbischen Systems, die an unserem Stressempfinden massgeblich beteiligt sind.

Wie die Universität von Queensland im August dieses Jahres berichtete, konnte zum ersten Mal belegt werden, dass in der Amygdala von Erwachsenen neue Gehirnzellen produziert werden. Der Mandelkern gilt als Hauptakteur im Stresserleben. Hier geht es zur Studie.

Studien der Dell Medical School der Universität Texas beleuchteten zudem die Verallgemeinerung von angstauslösenden Situationen. Zum Beispiel bei der posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD), von der jährlich etwa 8 Millionen Menschen betroffen sind. Betroffene neigen tendenziell dazu, harmlose Situationen als bedrohlich einzuschätzen. Ähnliches erleben wir bei chronischer Stressbelastung. Die Studie erklärt, warum diese Symptome oft durch akute Stresssituationen erneut ausgelöst werden. Somit kann in Zukunft besser auf die Prävention von chronischem Stress und Behandlungsmethoden eingegangen werden. Näheres zu dieser Studie erfahren Sie hier.

Eine wirksame Methode, den Stress im Körper rasch abzubauen und die schädlichen Stresshormone zu reduzieren, ist die Herzkohärenz-Übung. Dazu gibt es Anleitungen, Apps, Sensoren und persönliche Coachings, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt sind. Wir empfehlen die Bio-Feedback Methoden von HeartMath

Es ist wohl eine der erhebendsten Erkenntnisse der Stressforschung, dass die Neoplatizität unseres Gehirns, dank der Fähigkeit unserer Amygdala zur Regeneration, für die Bewältigung von stressreichen Situationen genutzt werden kann. Wenn Sie schon heute präventiv etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, erfahren Sie in einem Stressmanagement Coaching, was Sie persönlich dazu brauchen. Kontaktieren Sie uns gerne.

Für Dich gehe ich durchs Feuer - Wertschätzung am Arbeitsplatz

Sollen Mitarbeitende und Führungskräfte ihr volles Potenzial entfalten können, ist auch der Faktor Wertschätzung zu berücksichtigen. Ein Aspekt, der in unserem Kulturkreis durchaus noch Wachstumsmöglichkeiten hat.

Lukas, Legal Advisor bei einem Finanzinstitut, ist ein sogenannter „High Potential“. Sein Chef versteht nicht, weshalb er trotz Spitzengehalt und vielversprechender Zukunftsperspektive gekündigt hat. Carola, eine langjährige und einsatzbereite Projektleiterin, bleibt aus gesundheitlichen Gründen für mehrerer Monate der Arbeit fern. Ihr Team wird zusätzlich belastet, ebenso das Gesundheitssystem.

Welchen Einfluss hat das Verhalten von Führungskräften auf die Bindung der Workforce an das Unternehmen und auf die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden? Und wie kann der Verlust oder die Abwanderung von wertvollem Know How und innovativer Schaffenskraft verhindert werden?

Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss hat das Betriebsklima und die Kultur eines Unternehmens. Nebst respektvollem Umgang miteinander, lautet das Zauberwort Wertschätzung. Die Sozialkompetenzen Empathie und Aufmerksamkeit stellen sich als wichtige Hilfsmittel ebenfalls zur Verfügung. Das persönliche Gespräch schafft Klarheit über die Motive der verschiedenen Menschen am Arbeitsplatz. Das benötigt Zeit - zahlt sich aber längerfristig aus.

Für die meisten von uns beeinflussen die persönliche Erfolgsbilanz sowie Sinnhaftigkeit und Weiterentwicklungsmöglichkeiten die Motivation am Arbeitsplatz. Nebst der materiellen Gratifikation und einem ansprechenden Arbeitsumfeld sind soziale Aspekte, wie Life-Domain, Beziehungen und gegenseitige Unterstützung wichtige Wohlfühlfaktoren und im Zeitalter der Digitalisierung notwendiger denn je. 

Ein freundlicher Gruss am Morgen auf dem Flur, das Mitbringen eines Kaffes aus dem Pausenraum, ein Lächeln oder das Verständnis und die Unterstützung für einen grad arg belasteten Kollegen. Denn am Ende sitzen alle im selben Boot. Es geht um die Erledigung der täglichen Aufgabe und somit um die Erreichung der Unternehmensziele. Wenn alle am selben Strick ziehen, geht es einfach besser und macht mehr Spass.

Und wenn wir schon dabei sind: Wann haben Sie Ihren Mitarbeitenden, Teamkollegen oder gar ihren Vorgesetzten zum letzten Mal ein echtes Lob ausgesprochen?

Ermöglichen Sie es Ihren High-Potentials, Sie selber zu überflügeln? Lassen Sie es zu, dass es Unterschiede in den Bedürfnissen und im Verhalten der Menschen im Unternehmen gibt und fördern Sie den Dialog? Jedermann und -frau möchte auch als Mensch und nicht nur als Arbeitskraft wahrgenommen werden. Manchmal hilft es, einfach "Danke, das schätze ich sehr" zu sagen.

Wenn Sie mehr zur Effort/Reward-Imbalance (Ungleichgewicht zwischen Anstrengung und Belohnung) oder dem Thema Wertschätzung erfahren möchten, geht es hier zu einem spannenden Artikel der Arbeits- und Organisationspsychologin, Frau Dr. Nicola Jacobshagen (Universität Bern), welche auch einen Beitrag zum S-Tool der Gesundheitsförderung Schweiz geleistet hat.

 

 Wertschätzender Austausch

Wertschätzender Austausch

Laden Sie Ihre Batterien auf - aushalten war gestern!

Der Ausdruck "Resilienz" ist unterdessen auch in der Wirtschaft und im Alltag angekommen. Doch heute wird die Bedeutung "resilient sein" auch häufig für ein regelmässiges Aufladen unserer Batterien gebraucht. Weshalb ist dies so wichtig?

 

In der Psychologie oder Soziologie wird der Terminus der Resilienz seit langem verwendet. Oft wird er gleichgesetzt mit Widerstandskraft. Die Fähigkeit eines Menschen auch unter widrigen Umständen vorwärts zu schreiten, zu handeln und sein Leben zu gestalten. Es gibt zahlreiche Studien zur Widerstandsfähigkeit und den Gründen, weshalb gewisse Menschen an Herausforderungen wachsen und andere scheitern.

Neuste Studien zeigen aber auch, dass Widerstandskraft im Alltag und mit den Herausforderungen der Industrie 4.0 viel zu tun hat mit Erholungsphasen. Der Zusammenhang zwischen einem Fehlen von Erholung und erhöhter Wahrscheinlichkeit für Gesundheit- und Sicherheitsproblemen ist markant. Soll heissen: Wenn wir Leistungspausen einbauen, sind wir leistungsfähiger. Klingt paradox? Ist aber gut erforscht. Diese Erkenntnis ist enorm wichtig im Job oder in der Schule und im Studium. Aber auch in der Freizeit, in der Familie, im Sport oder in unseren Beziehungen. Denn in einem ausgeruhten und erholten Zustand sind unsere geistigen Fähigkeiten höher, sind wir emotional und körperlich belastbarer und deshalb besser in der Lage mit Herausforderungen, gleich welcher Art, umzugehen. Wir können klarer und empathischer kommunizieren und finden erst noch kreativere Lösungen.

Klar, stehen wir vor einem Berg voller Aufgaben, krempeln wir die Arme hoch und los geht's. Vorausgesetzt wir sind nicht bereits demotiviert und erschöpft. Soweit so gut. Doch egal wie gross die vor uns liegende Herausforderung ist, wir müssen bewusst Pausen und Etappenziele einbauen, damit unsere Batterien möglichst lange halten. Ob das zwischendurch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft ist, ein Schwatz über Belangloses mit der Kollegin, ein Gang zum Pausenraum oder einfach mal die Konzentration auf eine andere Tätigkeit ist, die uns Abwechslung bringt, ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass wir es bewusst zum Aufladen tun! Volle Batterien helfen uns länger gesund und leistungsfähig zu bleiben. Denn wie heisst es im alten Werbespruch einer bekannten Kosmetikmarke so schön: "because I'm worth it".

 So kommen wir am Ende des Tages erholter nach Hause und haben unter dem Strich erst noch mehr erledigt. Lesen Sie Weiteres in einem interessanten Artikel aus der Harvard Business Review (Resilience is about how you recharge, not how you endure). Oder laden Sie sich die App "Inner Balance(s. unter Bio-Feedback auf unserer Webseite) zum Aufladen Ihrer Batterien herunter. Go recharge!

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) – wer braucht schon so etwas?

Gesunde Menschen sind leistungsfähiger und motivierter. Dies gilt sowohl im Unternehmen als auch privat. Doch: Wer ist für die Gesundheit der Mitarbeitenden im Unternehmen eigentlich verantwortlich? 

In der Schweiz gibt es gesetzliche Rahmenbedingungen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Je nach Grösse und Unternehmenszweck sehen diese anders aus. Firmen mit einer höheren Zahl an Mitarbeitenden oder bedeutenden Gefahrenherden haben höhere Anforderungen zu erfüllen. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) geht jedoch über diese Anforderungen hinaus.

Kultur und Führungsgrundsätze zum Beispiel haben einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit und die Motivation von Menschen in Unternehmen. Eine Investition in das Schaffen von gesundheitsfördernden Massnahmen zahlt sich aus. Es ist erwiesen, dass der Einsatz und das Engagement der Mitarbeitenden für ihr Unternehmen steigt, wenn die Rahmenbedingungen attraktiv sind. Dazu gehören auch Freiheiten und Mitbestimmung, die eine gute Life-Domain-Balance ermöglichen. Traditionelle Patrons wissen oft schon lange um die Wichtigkeit von Wertschätzung und echtem Interesse für Ihre Workforce. Sie werden oft mit hoher Mitarbeitenden-Bindung und überdurchschnittlicher Einsatzfreude belohnt. Denn nicht nur Google und Co. haben etwas zu bieten. 

Die Komponente Mensch ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Deshalb gehört das Betriebliche Gesundheitsmanagement in der Unternehmensstrategie verankert, ist Teil der Vision, der Mission und des Leitbildes. Denn nur eine gesunde und motivierte Crew bringt dauerhaft herausragende Leistungen. Dabei kann das  BGM auch sehr individuell gestaltet werden. Und ist zudem ein weiterer Trumpf im Employer Branding.

Der Wunsch nach Kontrolle und Messbarkeit bei der Umsetzung von gesundheitsfördernden Massnahmen seitens Unternehmensführung ist verständlich und berechtigt. Die Gesundheitsförderung Schweiz als nationale Organisation hat Kriterien zur strategischen Umsetzung von BGM formuliert. Zahlreiche Unternehmen orientieren sich bereits daran. Sechs Kriterien gehören dazu:

 1: Betriebliches Gesundheitsmanagement und Unternehmenspolitik

2: Aspekte des Personalwesens und der Arbeitsorganisation

3: Planung von betrieblichem Gesundheitsmanagment

4: Soziale Verantwortung

5: Umsetzung von betrieblichem Gesundheitsmanagement

6: Gesamtevaluation von betrieblichem Gesundheitsmanagement

So sollen die Effizienz und die Effektivität von BGM-Massnahmen auch in Sinne eines Kennzahlen-Cockpits erfasst und gemessen werden können. Je nach Grösse der Unternehmung kann sich ein BGM-Konzept jedoch stark unterscheiden.

Für einen ersten Start finden Sie hier eine kurze Checkliste. So erfahren Sie, wo Ihr Unternehmen in Bezug auf BGM aktuell steht.

Die beste BGM-Lösung. Eine Studie der Hochschule Luzern mit dem Titel "Betriebliches Gesundheitsmanagement ist Chefsache?!" kommt zu einem eigentlich nicht erstaunlichen Fazit. Die Studie zeigt, dass es DIE beste BGM-Lösung nicht gibt, sondern dass gesundheitsbezogene Handlungsweisen stark vom betrieblichen Kontext und den spezifischen Handlungsorientierungen der Befragten abhängig sind. "In diesem Sinn ist Gesundheit in jedem Fall auch, aber nicht ausschliesslich Chefsache," ist weiter zu lesen. Für die Praxis heisst dies, dass es nicht, wie häufig gefordert, lediglich um die „Sensibilisierung“ der sogenannten „Chefetage“ gehen kann, sondern dass betriebsbezogene Handlungsspielräume erkannt und auf ihre Potentiale überprüft werden. Sowohl ein top-down als auch ein bottom-up Ansatz kann zum Ziel führen. 

Eine Verankerung des BGM in der Unternehmensstrategie gibt der Gesundheit der Workforce die nötige Priorität. Ob diese nun je nach Unternehmen sehr komplex oder nach einfachen Richtlinien durchgeführt wird, ist weniger relevant, als dass die geplanten Massnahmen zum Unternehmen und seiner Philosophie passen und diese regelmässig überprüft und angepasst werden.

 

 

 Spass bei der Arbeit erhöht die Einsatzfreude...

Spass bei der Arbeit erhöht die Einsatzfreude...

Den Weihnachtsstress einfach weg atmen...

Der Atem ist nicht nur zur Sauerstoffaufnahme da, sondern beeinflusst unsere Hirnfunktionen, also die Stresswahrnehmung, unser Gedächtnis oder unser Verhalten.

Eine neue Studie der Northwestern University bestätigt diese auf der Hand liegende Theorie wieder aufs Neue. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Atem auf wichtige Gehirnareale, wie die Amygdala, Einfluss nimmt. Zum Beispiel können Menschen einen furchtsamen Gesichtsausdruck schneller erkennen, wenn sie einatmen. Beim Ausatmen ist dieser Effekt nicht vorhanden (hier geht es zur Studie). Es kommt also darauf an, wie wir atmen und dass wir auch immer lange genug ausatmen. Denn durch das Ausatmen werden die Entspannungszentren aktiviert.

Ist die Adventszeit für Sie eine hektische Zeit? Statt Lebkuchenduft hängen Umsatzzahlen, last-minute Lieferungen, Krippenspiele, Sitzplatzordnungen oder gar Geschenkstress und Kartenschreiben in der Luft?

Unter Stress wird nicht nur unsere Atmung flach, sondern auch unser Herzschlag verändert sich. Das ganze Nervensystem ist in komplexe Vorgängen involviert. Die gute Nachricht ist, mit geeigneten Techniken und etwas Stressmanagement können Sie dem Stress zu Leibe rücken. 

Durch richtiges Atmen zum Beispiel. Mit einer ganz einfachen körpereigenen Rückkoppelung - unserem Atem - können wir so einen inneren Ruheraum schaffen, bevor wir die Dinge wieder angehen. Dies schafft Platz zum Reflektieren, nach welchen Prioritäten wir am besten vorgehen und dadurch sparen wir wiederum Energie ein, die für operative Hektik verpufft.

Probieren Sie es gleich aus! Gönnen Sie sich zehn Minuten Zeit. Machen Sie eine Atemübung, damit erstens die Hirnaktivitäten synchronisiert und zweitens die Stresshormone heruntergefahren werden. Notieren Sie anschliessend stichwortartig die wichtigsten anstehenden Punkte, bevor Sie wieder loslegen. Am besten gleich jetzt - bevor Sie weiterlesen. (hier geht es zur Atemübungen)

Wir bei omnis business bieten zudem Coachings zur Stressregulation mit oder ohne Bio-Feedback an und reflektieren gemeinsam mit Ihnen Ihre Stressoren (hier geht es zu den Angeboten).

Denn wünschenswert wäre es, wenn wir uns bewusst unserer Tätigkeit hingeben könnten und Freiräume finden, um gerade die Weihnachtszeit oder andere Dinge im Leben ein wenig intensiver zu geniessen. Allerdings: Nobody is perfect. Manchmal müssen wir auch einfach Fünfe gerade sein lassen.

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine stimmungsvolle Adventszeit mit Genuss, alles Gute für die Festtag und einen fröhlichen Rutsch ins Jahr 2017!

 Frohe Festtage...

Frohe Festtage...

Verringern Sie emotionalen Stress bei der Arbeit

Können wir bei der Arbeit wirklich uns selbst sein?

Besser wäre es. Der deutsche Ausdruck "emotionale Dissonanz" meint die Diskrepanz zwischen dem Zustand, wie wir uns wirklich fühlen und wie wir uns bei der Arbeit geben (müssen).

Dieser innere Spagat fordert einen hohen Zoll. Verschiedene Studien zeigen, dass Menschen dadurch ein höheres Risiko für Burnout, Angstzustände oder Motivationsverlust haben.

Menschen, denen es gelingt auf einer tieferen Ebene mit diesem Stress umzugehen ("ja, der Kunde weist mich gerade zurecht, aber ich bin daran interessiert sein Problem zu lösen"), leiden weniger unter der emotionalen Dissonanz. Die oberflächliche Lösung des Problems hingegen ist ungesund ("Ich bin jetzt nett zum Kunden, aber tief im innern bin ich richtig wütend"). Wenn es uns gelingt, eine gewisse Distanz zur Situation oder zur Person einzunehmen (man könnte auch sagen, die Dinge nicht zu persönlich zu nehmen) und trotzdem in Kontakt mit unseren wahren Gefühlen zu bleiben, gehen wir gesünder mit uns und unseren Mitmenschen um. 

Führungspersonen mit einem solch beschriebenen "oberflächlichen emotionalen Lösungsverhalten" wiederum steigern den emotionalen Stress ihrer Mitarbeitenden, denn Authentizität oder eben nicht ist spürbar. Die Arbeitsunzufriedenheit kann dann zudem auch ein Stressor für das Privatleben bedeuten, wo wiederum andere Herausforderungen auf uns warten. Ein Teufelskreis. Deshalb ist für Führungskräfte die sogenannte Selbstfürsorge umso wichtiger.

Für emotionale Stressoren im Privatleben gilt in Bezug auf die Dissonanz dasselbe. Ein Verhalten, das längerfristig nicht im Einklang mit unseren inneren Werten ist, fordert sein Tribut und wenn es uns nicht gelingt, Stress immer wieder auf eine gesunde Art und Weise abzubauen, zeigt sich ds früher oder später in Form von Erschöpfung oder Unzufriedenheit. 

Wir bei der omnis business ag bieten verschiedene Tools und Techniken zum besseren Umgang mit Stress an. Kombiniert mit einer Aussensicht auf Ihre beruflichen oder persönlichen Herausforderungen. Damit Sie die nächsten Schritte gelassener und ausgeglichener angehen können.

 

Wenn Sie zur emotionalen Dissonanz bei der Arbeit und Tipps dazu ein Artikel in der Harvard Business Review interessiert, hier klicken.

 

 Stress immer wieder kurzfristig abzubauen ist gesünder

Stress immer wieder kurzfristig abzubauen ist gesünder

omnis business im neuen Kleid

Nach nunmehr fast sieben Jahren Geschäftstätigkeit der omnis business ag war es an der Zeit, einen neuen Webauftritt zu kreieren.

Coaching nach Mass.

Da ein Coaching immer ganz individuell auf eine Person zugeschnitten wird, fanden wir den Vergleich mit einem auf den Leib geschneiderten Kleidungsstück passend.

Die Corporate Farbe blau widerspiegelt sich im Wasser. Elemente eines Segelschiffs werden assoziiert mit Begriffen wie "die Segel neu setzen", "frischen Wind reinbringen" oder "eine neue Perspektive einnehmen". Uns gefällt's!